Turbo Pascal ist blöd!
Nun, obwohl ich Pascal-Fan bin, muß ich sagen, daß Turbo Pascal
einige Nachteile mit sich bringt. Zunächst einmal ist es ein sehr alter
Compiler, der nur 16 Bit kennt. Es gibt ihn unter "Antiker Software" bei
Borland im Museum inzwischen kostenlos zum Download. Viele Einschränkungen,
die immer Pascal angehängt werden, sind spezielle Turbo Pascal Probleme!
Das sind
- Speicher: maximal 64kB pro Variable, Unit etc.
Grund: mit 16 Bit können eben nur 2^16 Bytes angesprochen werden!
- Nur DOS als OS.
Grund: Compiler ist alt.
- Fehlendes OOP
Naja, es gibt (seit TP 5.5, glaube ich) das sogenannte "Pascal with Objects"
. Allerdings ist dies eine nicht besonders gut gelungene Implementierung
für OOP.
- Keine Unterstützung von Standard/Extended Pascal Features wie
z.B. Überladen von Operatoren, komplexen Zahlen etc.
- Beschränkung von Strings auf 255 Zeichen. (wenn man kein PChar
will)
Abhife
Abhilfe schaffen nur neuere Compiler. Alle neuen Compiler sind 32-bittig,
es existiert also keine 64kB-Grenze! Außerdem laufen die Compiler auf
unterschiedlichen Betriebssystemen und unterstützen viele Features.
Will man für eine graphische Oberfläsche (wie Windows oder KDE)
programmieren, fällt die Wahl sicherlich auf Delphi bzw. Kylix.
Reicht einem der Textmodus oder will man die Graphik selbst machen, so wird
man sicher auch mit FreePascal glücklich. FPC kann TP-Kompatibel compilieren,
kennt aber auch Delphi-Erweiterungen. FPC selbst wurde in Pascal geschrieben!
Benötigt man Standard oder Extended Pascal, so empfehle ich GNU-Pascal.
Der Preis: die Compiler sind kostenlos!!!!
Delphi/Kylix ist nur für Privatgebrauch in der Standard-Ausgabe kostenlos
(nähreres wird man bei Borland im www finden), FPC und GPC sind OpenSource!
Ich empfehle
- FreePascal für alle,
die TP kennen oder lernen möchten/müssen (oder besetehende TP-Programme
unter Linux, Win32, Amiga, ... ausführen möchten)
- Delphi / Kylix für die,
die unter Windows bzw. Linux mit graphischer Oberfläche programmieren
möchten
- GNU-Pascal für
Standard-Pascal Fans (oder falls man ein Pascal unter einem "wilden" OS benutzen
möchte, das sonst kein Compiler unterstützt - gpc funktioniert
auf allen Platformen, auf denen gcc läuft).
Ich hoffe, damit wieder Interesse an Pascal wecken zu können!